18.10.17, 14:42 Uhr, Alter: 36 Tage

Das Leben der Steinzeitmenschen erkundeten Kinder in Oerlinghausen

Fladenbrote frisch aus der Steinzeit

Dem Rentier hinterher zogen die Menschen in der Altsteinzeit, das erfuhr die Klasse 6e auf ihrer Geschichtstour.

Schwere Arbeit war es damals wie heute, Getreidekörner auf einem Stein mit Muskelkraft zu Mehl zu mahlen. Das merkten auch Emily und Klara.

Klamm, dunkel und ungemütlich müssen es die Steinzeitmenschen im Herbst gehabt haben – und an den Winter mochten die Kinder  der Klasse 6e gar nicht denken.

Am Projekttag „Steinzeit“ erfuhren 27 Kinder im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen in ein paar Stunden, wofür unsere Vorfahren mehrere tausend Jahre gebraucht hatten.

Gianluca und Nick staunten, dass sie  mit ihren 1,30 oder 1,40 Metern Körpergröße in der mittleren Steinzeit als Erwachsene durchgegangen wären – die Schilfhütten waren exakt für diese Größe ausgelegt.

Zu gern hätten die Kinder auf Geschichtstour auch Speere auf ein Holz-Rentier geschleudert, so, wie die Altsteinzeitler  das getan hatten, aber unterm tropfenden Blätterdach, durch das immer wieder heftige Regenschauer wehten, wäre das Warten im Waldmatsch zu  ungemütlich geworden.

Also ab ins Langhaus der Jungsteinzeit und Feuer gemacht!

Ja, von wegen. Alles war feucht, auch der Zunderpilz. Andächtig sahen die Kinder zu, wie die Museumsführerin winzige Funken schlug. Die reichten leider nicht aus, um Flammen zu entfachen.

„Die Steinzeitmenschen hätten jetzt gefroren und hungrig bleiben müssen“, ahnten die Kinder. Gut, dass es heutzutage Streichhölzer gibt! Den Kindern wurde beim Getreidemahlen schnell warm und Hände und Knie schmerzten schließlich beim Reiben der Körner auf dem Mahlstein. „Und das für so ein bisschen Mehl!“, staunte Luca.

Sehr vollkörnig waren denn auch die Fladenbrote, die schließlich in der Glut landeten, geknetet von 27 hungrigen Kindern. Einziges Gewürz waren ein bisschen Salz und der Holzrauch des Feuers.

Den meisten schmeckten die dünnen Fladen gut. Und nun können sich alle viel besser vorstellen, wie hart das Leben in der Steinzeit gewesen sein muss – dank des Fördervereins, der die tolle Steinzeitfahrt finanziell unterstützt hatte.