29.12.15, 12:04 Uhr, Alter: 2 Jahre

Hurra, wir haben gewonnen!

Zwei Preise für die Luisenschule zum Wettbewerb „Kindheit und Jugend in Bielefeld“

Gleich zweimal durften die Luisenschüler jubeln – hatten sie doch beim jährlichen  Wettbewerb des Historischen Museums zwei von drei Preisen erhalten. Ein Regal voller „eingemachter Erinnerungen“ zweier Kunstgruppen des 8. Jahrgangs  und eine „Erinnerungsbox“ von zwei Schülerinnen der Klasse 9b wurden am 27. November im Gässchen der Ravensberger Spinnerei mit jeweils 200 Euro für jede Arbeit ausgezeichnet.

 Interviews mit ganz alten Bewohnerinnen des Josef-Stifts und ganz jungen Besuchern des Kindergartens nebenan zu ihrer Kindheit in Bielefeld führten zu einer gut gefüllten Erinnerungsbox: ein Kuscheltier, ein Paar zierliche Puppenschuhe – auf den ersten Blick rätselhaft, doch die Notizzettel an den geliebten Erinnerungsstücken verrieten die Geschichten dahinter. Genau dieser einzigartige Wert  an sich wertloser Alltagsdinge wurde auch bei der Feier zur Preisverleihung hervorgehoben.

Die Geschichten Einzelner, die in keinem Geschichtsbuch Eingang finden, aber von der Oma an den Enkel, von dem Vater an die Tochter, kurz – von Generation zu Generation weitergegeben werden, diese faszinierenden Geschichten bleiben „hängen“, mehr als jede noch so wichtige Jahreszahl oder Persönlichkeit aus dem Geschichtsbuch es könnte.

Insgesamt 27 Einmachgläser auf einem Kellerregal (da, wo Eingemachtes sich ja normalerweise auch befindet) erzählten dagegen von Kindheit und Jugend der 27 Schülerinnen und Schülerinnen aus den Klassen 7a und b, die im Kunstunterricht überlegten, wie ihr Leben in Bielefeld bislang so verlaufen war.

Da gab es das Haus in Brake, das schon seit Generationen den geliebter Mittelpunkt der  Familie bildete, den Kindergarten, von dem der Abschied so schwergefallen war und von dem die Schülerin das Schlusslied als liebe Erinnerung unter Glas gepackt hatte, da gab es aber auch die ersten Eindrücke eines Mädchens, das den buntglitzernden Boulevard am Bahnhof zu ihren ersten Eindrücken zählte, als sie aus ihrem Heimatland ins fremde Bielefeld umgezogen war.

„Ungewöhnlich und absolut überzeugend“ fand Museumspädagogin Friederike Rust, die auch Mitglied der Jury gewesen war, das Regal mit den eingemachten Erinnerungen.

Stolz und glücklich standen die Preisträger des Wettbewerbs am Abend der Auszeichnung vor ihren Arbeiten und ließen sich feiern. Eine Urkunde und das Preisgeld zeigen: Es hat sich gelohnt mitzumachen!   

von Roswitha Dilge