22.10.15, 11:25 Uhr, Alter: 2 Jahre

Kinder für Kinder

Luisenschüler bereiten neu zugewanderten Kindern aus benachbarten Grundschulen ein tolles Willkommensfest. Länger schon hatten Schülerinnen und Schüler der Luisenschule diesen Wunsch gehabt: Lasst uns etwas für neu zugewanderte Kinder machen, ihnen zeigen, dass sie willkommen sind, ihnen eine kleine Freude bereiten...

Frei nach dem Motto: Wir Kinder wollen etwas für andere Kinder tun. Ein Fest von Kindern für Kinder.

Am 2. Oktober war es dann soweit: Die Schüler der Religionskurse 7 waren – in enger Zusammenarbeit mit der SV und Schülern der Integrationsklassen - Gastgeber für neu zugewanderte Kinder aus den Willkommensklassen der Hellingskampschule und der Bückardtschule. Die Gäste waren zwischen 6 und 10 Jahren alt, ohne große Deutschkenntnisse.

Es begann für die Gäste mit einem Willkommensgruß des Schulleiters, der seine Haltung ganz konkret zum Ausdruck brachte: „Bei uns geht es nicht darum, wie jemand aussieht, was er besitzt oder wo er herkommt, sondern darum, ob jemand bereit ist, sich für andere einzusetzen und Motivation zu zeigen. Sich einzubringen. Dann kann man auch Leistung erbringen.“ Die gastgebenden Luisenschüler leben dieses Motto vor.

Nach einem herzlichen Grußwort der Religionsschüler an die Gäste kam Gänsehautstimmung auf: Schüler der Luisenschule hießen die Gäste in ihren Heimatsprachen willkommen. Da gab es Grußworte auf Albanisch, Griechisch, Bulgarisch, Somalisch, Kurdisch, Polnisch, Russisch, Arabisch...

Und dann hieß es „Singen“. Der Chor der Luisenschule lud alle Gäste ein, mit ins Willkommenslied einzustimmen. Und es wurde nicht nur aus vollster Kehle gesungen sondern auch getanzt, was bei den kleinen Gästen zu quiekender Begeisterung führte. Kein Deutsch? Kein Problem, Singen geht immer, Tanzen sowieso!

Im Anschluss fungierten die Luisenschüler als „Paten“ für die Gäste, führten sie in Kleingruppen zu verschiedenen Stationen in der Schule. Es gab viele interessante Angebote, von der Lesecke über das Armbänder-Knüpfen bis hin zu vielen Sportspielen war für jeden etwas dabei. Alle Angebote waren Ausführungen der Ideen, die die Schüler selbst für die neu zugewanderten Kinder hatten.

Die Integrationsschüler fungierten teilweise als „Dolmetscher“, wenn sie ein Kind entdeckten, welches aus ihrem Herkunftsland kam. Da gab es munteres Sprachgewirr.

Abgerundet wurde das ganze von einem leckeren Buffet (gespendet von Schülern und Eltern der Luisenschule) und einer Cocktailbar der SV.

Um 12.00 hieß es dann Abschiednehmen.

Alles in allem: Ein buntes, fröhliches Fest. Und zwar eines, wo die „Großen“ nur Nebendarsteller waren. Von Kindern erdacht, organisiert, realisiert und zwar für ihresgleichen: – Kinder.