Die Haare müssen zu Berge stehen

Voller Vorfreude holten sich 180 Luisen-Kinder ihr Buchgeschenk zum Welttag des Buches ab.
Klar gibt es keine Geister!! Aber wenn doch? Ein bisschen mulmig war Nick und Leon aus der 5e im stockdunklen Keller der Bibliothek doch zumute.
Emily, Lara und Milean aus der 5e machen alt aus neu: mit Kaffee tränken sie weißes Papier, damit es den Look einer uralten Urkunde bekommt. Verziert mit Siegel und Band macht dieses Dokument etwas her – vor allem, weil es von einem Geist unterschrieben wurde!

Welttagsbuch wurde zur beliebten Klassenlektüre der Fünftklässler: Gruseln ist „in“

Das Cover und der Titel ließen hoffen: „Das geheimnisvolle Spukhaus“ versprach eine spannende Geschichte. Und so nahmen 180 Fünftklässler und Kinder der Internationalen Klassen an der Luisenschule nach den Osterferien voller Vorfreude ihr Buchgeschenk bei Thalia entgegen.

Kinderfreundliche 112 Seiten, ein echtes Gespenst, das erlöst werden musste und interessante Aufgaben, Spiele und Rätsel zur Klassenlektüre – die meisten Kinder waren sehr zufrieden mit der diesjährigen „Ganzschrift“, wie das Buch genannt wird, das jedes Schuljahr im Deutschunterricht gelesen wird.

Die Luisenschülerinnen und –schüler waren in bester Gesellschaft: 220.000 Kinder in ganz Nordrhein-Westfalen hatten sich zum Welttag des Buches den neuen Kinderschmöker von Henriette Wich geholt. Die Stiftung Lesen im Verband mit anderen Sponsoren macht`s möglich: Einmal im Jahr erhalten Zehn-bis Elfjährige ein Buch geschenkt.

Begeistert spielen Rewin, Gianluca, Emily und die anderen Kinder aus der 5e  und auch aus anderen Klassen des 5. Jahrgangs  jetzt Szenen aus dem Buch nach: Wie ist es, dem Geist im Spiegel zu begegnen? Wie frech können die zu Unrecht beschuldigten Nachbarsjungen werden?

Und noch besser – passend zum Buch bot die Stadtbibliothek gerade in dieser Zeit eine Gruseltour durch die Gruft  der Bücherei an! So ganz glaubten die Kinder ja nicht, dass der ehemalige Bibliothekar Wilhelm Fritzenkötter, erschlagen von schweren Atlanten, noch zwischen Regalen mit uralten Folianten herumspukte. Doch brav fassten alle an die Leine, um sich im Geisterdunkel nicht zu verlieren (denn der Geist mochte überhaupt kein Licht). Und als es erst knackte und röchelte, entfuhr doch so manchem Kind ein spitzer Schrei…

Doch nicht nur Geisterhaftes – auch handfeste Fakten über Buchbindung, jahrhundertealte Comic-Geschichten und wie und warum die Bibliothek alte Bücher aufbewahrt, erfuhren die Kinder der 5e.

Ein Highlight war auch, dass die Kinder sich selbst am Ende eine Urkunde herstellen durften, die ihnen die mutige Teilnahme an der Gruseltour bescheinigte – unterschrieben von der Geisterhand Wilhelm Fritzenkötters…

Text:dl/Fotos:Fiss,Kubarin