Das Konzept

Unser Konzept zur Beschulung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern basiert auf dem dem BLK-Modellprogramm FÖRMIG zugrundeliegenden „Prinzip der durchgängigen Sprachbildung“. Der Erwerb einer hinreichenden Sprachkompetenz in der Ziel-, Fach- und Bildungssprache Deutsch steht daher von Beginn an in allen Fächern im Zentrum des Unterrichtskonzeptes der Internationalen Sprachklassen. Das Konzept der Luisenschule berücksichtigt, dass der Sprachstand innerhalb einer Lerngruppe aufgrund der unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, der kulturellen Vielfalt der Herkunftsländer, der Altersunterschiede und Lebensbedingungen stark differiert.Dem Konzept der Luisenschule liegt daher ein Vier-Phasen-Modell zugrunde, das die individuellen Lernvoraussetzungen und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße berücksichtigt: Flexibilität und Durchlässigkeit sind hier die bedeutenden Prinzipien.

 

 

Phase I: Alphabetisierung und Erwerb der Basiskompetenzen

  • Erlernen des lateinischen Schriftsystems für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche ohne Vorkenntnisse
  • elementare Sprachkenntnisse (GER A1/A2)

Phase II: Aufbauphase I

  • Teilintegration in Form von Hospitationsphasen in ausgewählten Fächern
  • Auswahl nach Neigungen, Vorkenntnissen und Kompetenzen

Phase III: Aufbauphase II

  • Die zu erwerbenden Kompetenzen zielen auf die selbständige Sprachverwendung (B1/B2 GER)
  • Kennenlernen des Fächerkanons der altersentsprechenden Regelklasse durch Hospitationsphasen

Phase IV: Integration in die Regelklasse

  • vollständiger Übergang in die Regelklasse

Die Phase der vollständigen Integration in eine Regelklasse wird umso erfolgreicher verlaufen, je besser die Phasen I -IV vorbereitet und begleitet werden.

Ein wichtiger Bestandteil unseres Konzeptes ist daher die Vorbereitung auf den sukzessiven Übergang in die Regelklasse durch:

  • einen begleiteten Übergang durch Betreuungslehrerinnen und -lehrer
  • Schulsozialarbeit
  • Schülerpaten und Lernpaten
  • Hospitationsphasen
  • Kooperation mit den Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrern
  • Sprachstandsdiagnostik durch eine prozessbegleitende Beobachtung (Niveaustufen DAZ, 2013)
  • Individuelle Sprachförderung
  • Pädagogische Konferenzen
  • Elternarbeit
  • Additive Förderung durch außerschulische Kooperationspartner (Kommunales Integrationsamt der Stadt Bielefeld,Stadtbibliothek, Bielefelder Bürgerstiftung)
  • Festlegung von Qualitätssmerkmalen einer gelingenden Sprachförderung