Äußere Differenzierung

Auch äußere Differenzierung stellt einen wichtigen Bereich der sonderpädagogischen Arbeit dar. Zeigt sich im täglichen Unterricht, dass Schülerinnen und Schüler, die zieldifferent beschult werden, mit Unterrichtsformen oder Unterrichtsinhalten überfordert sind, zusätzliche Erklärungen brauchen oder andere Lernwege benötigen, haben sie die Möglichkeit, mit dem jeweiligen Sonderpädagogen bzw. der jeweiligen Sonderpädagogin in einem Differenzierungsraum in einer ruhigen Lernumgebung zu arbeiten. Diese Möglichkeit der äußeren Differenzierung besteht nur dann, wenn eine allgemeine Lehrkraft und eine Lehrkraft für Sonderpädagogik in Doppelbesetzung eingeplant sind.

Für den Französischunterricht in Jahrgang 6 gilt weitestgehend, dass dieser durch eine allgemeine Lehrkraft und eine Lehrkraft für Sonderpädagogik abgedeckt ist. Dazu wird versucht, das Fach in den entsprechenden Klassen parallel einzurichten.

Die Schülerinnen und Schüler, die zieldifferent unterrichtet werden, bekommen die Möglichkeit, zu Beginn am Unterricht teilzunehmen und die Grundlagen der Sprache zu lernen. Zeigt sich jedoch eine Überforderung mit der neuen Sprache, werden diese Schülerinnen und Schüler in einer Kleingruppe durch die sonderpädagogische Lehrkraft unterrichtet. Inhalte dieser Förderung sind neben einem umfassenden Üben der Grundlagen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch auch die Aufarbeitung aktueller Lerngegenstände sowie die Bearbeitung von Problemen oder Konflikten. Außerdem stehen die Orientierung in der Stadt sowie das Erlernen lebenspraktischer Fähigkeiten (z.B. hauswirtschaftliche Arbeiten oder Umgang mit Fahrplänen) im Vordergrund.

Im Wahlpflichtfach ab Klasse 7 werden zieldifferent beschulte Schülerinnen und Schüler in einer Kleingruppe von einer sonderpädagogischen Lehrkraft gefördert. Neben den zuvor bereits erwähnten Inhalten finden hier zudem eine erste Annäherung mit den Themen Berufswahl sowie eine langfristige Praktikumsplanung statt.