Beratung

Konzept-Übersicht

Prinzipiell hat jede Lehrkraft an unserer Schule auch Beratungsfunktion, insbesondere die Klassenlehrer/innen, die ihre Schülerinnen und Schüler, das Elternhaus und die damit verbundenen Strukturen und Probleme am besten kennen. Die Lehrkräfte, insbesondere die Beratungslehrer und auch die Schulsozialarbeiter können den Schülerinnen und Schülern bei Fragen der Schullaufbahn, der Lernprozesse und bei persönlichen Problemen Hilfen anbieten und bei wahrgenommenen Schwierigkeiten auch direkt das Gespräch suchen. Die Beratung soll sich nicht auf die Beschreibung von Defiziten beschränken. Angestrebt werden muss eine differenzierte Beschreibung der Schülerpersönlichkeit mit Stärken und Schwächen.

Einige besondere Bausteine unseres Beratungskonzeptes werden im Folgenden näher erläutert:

Lernsprechtag und Lernverträge

Im Rahmen unserer Feedbackkultur werden die Schüler/innen durch unseren Schülersprechtag kontinuierlich zur Selbstreflexion über ihr Lernen und ihren Lernfortschritt angeregt, um ihnen damit zu verdeutlichen, dass sie für ihren Lernerfolg selbst verantwortlich sind. Sie werden damit aktiv als gleichberechtigte Partnerinnen und Partner in den unterrichtlichen Lernprozess mit eingebunden. Der Lernsprechtag findet nach dem Halbjahreszeugnis statt und dient der individuellen Lernberatung. Schüler/innen mit nicht ausreichenden Leistungen werden zu einer Teilnahme am Schülersprechtag verpflichtet. Mit Hilfe eines Vorbereitungsbogens setzen sich die Kinder kritisch mit dem persönlichen Lern- und Leistungsstand sowie des eigenen Arbeits- und Sozialverhaltens auseinander. Vor dem Hintergrund dieser Eigendiagnose werden dann konkrete Förderabsprachen und Lernvereinbarungen getroffen. Diese Vereinbarungen werden in einem Lernvertrag zwischen Schüler/in, Fachlehrer/in und Eltern festgehalten.

Lernsprechstunde

Schüler/innen mit einer plötzlich auftretenden und längerfristig beobachtbaren Verschlechterung der Leistungen oder des Arbeits- und Sozialverhalten werden zur Lernsprechstunde eingeladen. Diese Lernsprechstunde findet einmal wöchentlich im Vormittagsbereich bzw. nach individueller Terminvereinbarung beim Schulsozialarbeiter oder den Beratungslehrern statt. Es wird gemeinsam nach Gründen des Leistungsabfalls und nach kurzfristigen individuellen Lern- und Unterstützungsmöglichkeiten gesucht.

Lerncoaching

Dieses Unterstützungsangebot gilt für akut versetzungsgefährdete Schüler/innen mit nicht ausreichenden Leistungen. Durch die Fachlehrer/in und dem Lerncoach wird der Förderbedarf ermittelt und ein entsprechender Förderplan aufgestellt. Ziel ist dabei immer eine kurzfristige Leistungsverbesserung in dem jeweiligen Fach zu erzielen, um die drohende Nichtversetzung zu vermeiden bzw. einer akuten Gefährdung des Schulabschlusses entgegenzuwirken. Es kann erforderlich sein, dass der Schüler/ die Schülerin zu bestimmten Zeiten aus dem regulären Unterricht im Klassenverband herausgenommen wird bzw. zusätzliche Übungszeiten am Nachmittag wahrnehmen muss zwecks notwendiger gezielter Einzelnachhilfe durch einen Fachlehrer/ eine Fachlehrerin.