04.03.13, 07:56 Uhr, Alter: 5 Jahre

Ehemaliger Luisenschüler wird Lehrer!

Mit Mohammed El Hamdaoui ist zur Zeit ein ehemaliger Luisenschüler als Lehrerpraktikant an seiner ehemalige Schule tätig. Jetzt darf er seinen ehemaligen Lehrern über die Schulter schauen. Wir freuen uns, dass er an seine alte Schule zurückgekehrt ist und uns erfolgreich unterstützt. Er ist ein Beispiel dafür, wie positiv man sich entwickeln kann, wenn man nur will. Mohamed hat für uns seine Geschichte aufgeschrieben:

 

Eine Autobiografie von Mohamed El Hamdaoui
Ich, Mohamed El Hamdaoui, bin am 29.04.1992 in Bielefeld geboren. Aufgewachsen bin ich mit 5 weiteren Geschwistern in Bielefeld. Meine Eltern stammen gebürtig aus Marokko. Mein Vater, welcher in den 70er Jahren nach Deutschland kam, wurde als Gastarbeiter angeworben. Zu dieser Zeit war ihm noch nicht bewusst, dass Deutschland zu seiner neuen Heimat wird und er hier zusammen mit seiner Frau 6 Kinder aufziehen wird.


Meine Eltern machten uns früh auf die Wichtigkeit der Bildung aufmerksam, da sie leider nicht die Möglichkeit hatten selber eine gute Schulausbildung genießen zu können. Trotz dieses Makels haben sie es geschafft, sich gänzlich in dieser Gesellschaft zu integrieren. Ein großer Dank an dieser Stelle gebührt ebenfalls meinen Geschwistern, die mich gewissermaßen mit erzogen haben und mich in meinem Werdegang mit Rat und Tat unterstützt haben.
Ich besuchte von 1999 bis 2003 die Josefschule. Die Grundschulzeit war eine schöne und sorgenfreie Zeit, an der ich mich sehr erfreuen durfte.
Anschließend besuchte ich von 2003 bis 2009 die Luisenschule. In den diesen sechs Jahren genoss ich eine sehr schöne und zukunftsorientierte Ausbildung. Die mir aufgetragenen Aufgaben erledigte ich fortwährend zu aller Zufriedenheit der Lehrkräfte und meiner Mitschüler. Noch heute versuche ich dem Motto meiner Schulzeit treu zu bleiben, welches lautete: "Der Beste unter den Menschen ist derjenige, der seinen Mitmenschen am nützlichsten ist". Das "Studieren" unter diesem Motto ermöglichte mir an der Luisenschule eine hohe Motivation an den Tag zu legen.
So kam es, dass ich seit Beginn des neunten Schuljahres ein aktives SV-Mitglied der Luisenschule wurde und zum Ende meiner Schulzeit an der Luisenschule das Amt des Schülersprechers, mit besonderem Erfolg, bekleidete.
Die Schwerpunkte der SV lagen in der Vertretung der Schülerinteressen und dem sozialen Engagement. Dabei stand die Ausbildung der sozialen Kompetenzen der SV-Mitglieder im Vordergrund.
Fröhlich und positiv eingestellt, suchte ich stets das Gespräch mit meinen Mitschülern, aber auch mit der Schulleitung, welche mich stets mit tatkräftiger Hilfe unterstützte. Schwächen wurden mit Hilfe der Lehrer schnell entdeckt und Dank individueller Förderung bestmöglich behoben.
Rückblickend bewerte ich die Zeit an der Luisenschule als sehr bereichernd und schön.
Von 2009 bis 2012 wurde es schließlich ernst für mich. Der Erwerb des höchsten deutschen Schulabschlusses stand mir  bevor. Am Helmholtz-Gymnasium erwarb ich schließlich mit Erfolg das Abitur und die Zulassung für die Hochschule. Auch die Zeit am Gymnasium gab mir die Möglichkeit eine neue Arbeitsweise kennen zu lernen. Das Leben an der gymnasialen Oberstufe erforderte ein hohes Maß an Selbststudium. Im Vergleich zur Luisenschule ein sehr ungewohntes Bild, denn das Motto an der Luisenschule: "Ein Dach, eine Familie".
Rückblickend muss man dennoch festhalten, dass das selbstständige Arbeiten eine Grundvoraussetzung ist, um am universitären Leben erfolgreich teilnehmen zu können.


Nach dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife lautete meine nächste Station: Die Westfälische-Wilhelms-Universität Münster. Seit dem Wintersemester 2012 studiere ich dort das Lehramt für die Sekundarstufe I. Meine Studienschwerpunkte sind die Fächer Sport und Islamische Religionslehre.
Die erfolgreiche Sozialisation und die schönen Erinnerungen an die Luisenschule haben mich dazu veranlasst, ein Praktikum an der Luisenschule für einen Monat zu absolvieren.
Das Wiedersehen mit den mir bekannten Lehrkräften bereitete mir besondere Freude. Bei der Erforschung meines Werdegangs zum Lehrer, schaue ich den Lehrkräften über die Schulter und leite die ein oder andere Schulstunde auch selber.
  

Schule der Zukunft Eliteschulen des Fußballs
Berufswahlsiegel Nordrhein-Westfalen LEISTUNG MACHT SCHULE
SChule ohne Rassismus Zukunftsschulen NRW