16.06.11, 14:47 Uhr, Alter: 7 Jahre

Besuch im Kloster: „Manchmal schäme ich mich, wenn ich gefragt werde, ob wir arm sind“...

...antwortete Schwester Constantia auf die Frage von Markus, ob es nicht schwer sei, so gar nichts zu besitzen. Damit spielte Markus auf das Gelübde (Versprechen) der Armut an, das Ordensleute ablegen müssen. Dazu erklärt Schwester Constantia: „Eigentlich sind wir reich. Ich bekomme doch alles, was ich zum Leben brauche. Wenn ich neue Schuhe benötige, gehe ich zur Oberin und bekomme Geld dafür. 30 Euro pro Monat stehen mir zur freien Verfügung zu. Mir fehlt es an nichts. Ich bin rundum versorgt.“

So wurde auch das kleine Museum über die Gründerin der Ordensgemeinschaft, Pauline von Mallinckrodt, besichtigt. Sie gründete 1842 ein privates Institut zur Förderung blinder Kinder. Dazu muss man wissen, dass behinderte Kinder damals häufig von ihren Familien versteckt wurden, weil man sich für das Kind schämte.

 

 

Dazu Igor: „Die Schwester Constantia hat uns sehr viel Interessantes erzählt und es hat mir sehr gefallen. Besonders interessant fand ich das Pauine-von-Mallinckrodt-Museum.“

 


Diese geschnitzte Skulptur zeigt Pauline von Mallinckrodt mit einem behinderten Mädchen namens Margarethe. Die Darstellung steht symbolisch für den Einsatz für benachteiligte Kinder, insbesondere Mädchen. Heute hat die Ordensgemeinschaft Häuser in vielen Teilen der Welt. Auf den Philippinen z.B. holen die Schwestern noch heute behinderte Kinder aus den Familien, um sie zu fördern – wie Pauline es vor 150 Jahren in Paderborn getan hat.

 

 

Am Grab Pauline von Mallinckrodts liegt dieser Stein. Der Spruch gibt eindrücklich wieder, in welchem Geist die Schwestern ihre Arbeit tun.

Dazu sagte Daniel: „Ich war überrascht, dass Pauline Adelige war. Sie hat trotz Reichtum Kindern und Blinden geholfen. Das fand ich beeindruckend und sehr herzlich von ihr.“

 

Schwester Constantia und Schwester Ines im Gespräch mit den Schülern.

Luca meinte anschließend: „Mir gefiel besonders gut, wie Schwester Constantia uns auf unsere Fragen antwortete. Es war informativ und auf interessante Art und Weise erzählt.“

 

Ähnlich hat es Ana erlebt: „Die Schwestern waren nett und hatten auf alle unsere Fragen eine gute, verständnisvolle Antwort.“ Und Chiara ergänzt: „Die Mallinckrodt-Schwestern waren alle so offen und herzlich und haben uns einen wunderbaren Einblick in ihren Alltag gegeben!“

„Besonders interessant fand ich, dass die Schwestern im Kloster auch Internet haben“ sagten anschließend alle Schüler. Und Markus fügt hinzu: „Mir hat besonders gut gefallen, dass das Kloster gar nicht so streng war. Die Führung war recht interessant. Man hat viel erfahren.“

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