
Luisenschule bekommt für ihre gute Arbeit das
"Gütesiegel Individuelle Förderung" verliehen.
Der Luisenschule Bielefeld ist als erste Schule in Bielefeld und als zweite Realschule in NRW das Gütesiegel für individuelle Förderung verliehen worden. Mit diesem Siegel will Schulministerin Sommer das besonders gute Förderkonzept für Schülerinnen und Schüler an unserer Schule auszeichnen.
Unser Förderkonzept basiert auf Beratung und Fördermaßnahmen innerer und äußerer Differenzierung. Um dies möglichst individuell im Sinne einer optimalen Förderung zu gewährleisten, legen wir großen Wert
• auf eine exakte Diagnose der Stärken und Schwächen unserer Schüler
möglichst individuelle Maßnahmen Einbeziehung außerschulischer
Experten und Lernorte
• kleine Lerngruppen (zur Optimierung der individuellen Betreuung
arbeiten wir eng mit außerschulischen Kooperationspartnern zusammen
um eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Förderung unserer
Schülerinnen und Schüler zu leisten)
• regelmäßige Überprüfung (Evaluation) des Erfolgs unserer Maßnahmen
• Transparenz in den Leistungserwartungen an die Kinder
• die Entwicklung selbstständiger Lernformen
Alle Testergebnisse und Maßnahmen der individuellen Förderung werden in Lernentwicklungsbögen dokumentiert und regelmäßig mit den Schülern (bei Bedarf mit den Eltern) besprochen.
Um Schülerinnen und Schüler mit einem möglichen Migrationshintergrund an die Leistungsspitze bringen zu können, holen wir über Fördergelder aus der EU Weiterbildungsinstitute in die Schule und vergeben Sprachförderstipendien. Diese Stipendien sind für die Schülerinnen und Schüler individuell hochwertiger als "freiwilliger Förderunterricht" und haben sehr schnell zu erheblichen Lernerfolgen geführt.
Bausteine mit Kooperationspartnern:
1. Kooperation mit der Universität Bielefeld als Fördermaßnahme in den Klassen 5 und 6
Gemeinsam mit der Universität Bielefeld entwickelt die Luisenschule ein Förderkonzept, das sich als besonders erfolgreich und nachahmenswert erwiesen hat. Hier lesen Sie mehr dazu!
2. Deutsch – Stipendien für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund
3. Jungenförderung ,,Sprache und Sport“ für Jungen mit Migrationshintergrund
4. Förderung der Berufswahlvorbereitung in Kooperation mit dem Partnerunternehmen ,,Euscher“ in den Klassen 9 und 10
Über unsere Kooperationen und Kooperationspartner:
1.) Zentrum für Lehrerbildung der Universität Bielefeld: Studenten kommen zu uns an festen Tagen in die Schule und stehen für differenzierende Maßnahmen zur Verfügung. Diese können ggf. bei guter Bewährung nach Absprache auch als "Vertretungs- Feuerwehr" eingesetzt werden. Einige Lehramtsstudenten der Fakultäten Deutsch und Mathe (und in Vorbereitung Englisch) werden jeweils für ein Semester nach unseren Vorgaben in Seminaren bzgl. Diagnose, Förderung und Evaluation ausgebildet (Theoriephase) und arbeiten dann für die Dauer eines Semesters an unserer Schule (Praxisphase). Dadurch haben wir engen Kontakt zu Forschung und Lehre und vor allem eine Betreuungssituation unserer Schülerinnen und Schüler von 5:1 (Fünf Schülerinnen und Schüler werden von einem Förderlehrer angeleitet, unterstützt und betreut). Während des Praxissemesters werden bereits wieder die nächsten Studenten im Fachseminar vorbereitet, sodass diese Maßnahme fortlaufend bei uns in die Praxis gelangt und der individuellen Förderung unserer Schülerinnen und Schüler zugute kommt. Diese Maßnahme steht in enger Verbindung zur Konzeption und zur Evaluation der individuellen Lern- und Entwicklungsbögen für die Schülerinnen und Schüler ab Beginn der Klasse 5.
2.) Außerunterrichtliche Förderung (Stipendium) für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7/ 8/ 9/ 10 in Kooperation mit Bibis/ Bildungswerk des Bielefelder Schulvereins
(Projekt: Weiterbildung geht zur Schule):
- Förderunterricht Deutsch für Schülerinnen und Schüler der Klassen 7/ 8/ 9/10 der Luisenschule - Der Förderunterricht „Deutsch als Zweitsprache“ soll helfen, Probleme im sprachlichen Bereich von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund gezielt zu beheben. Für eine begrenzte Anzahl von Schülerinnen und Schülern wird auf Vorschlag der Schule ein Stipendium vergeben. Bedingung für die Teilnahme ist, dass er/sie wirklich besser Deutsch lernen möchte, regelmäßig teilnimmt und zu einer konzentrierten Arbeitsatmosphäre beiträgt! Außerdem sollten die Eltern bereit sein, an regelmäßigen Informationsabenden teilzunehmen. Erfahrene Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Fremdsprache stehen dafür in zwei Unterrichtsstunden pro Woche zur Verfügung. Sie erarbeiten in Kooperation mit den Klassen- oder Deutschlehrern, den Eltern und den Schülerinnen und Schülern für jede/n ein individuelles Förderprogramm. Im Förderunterricht werden alle Sprachbereiche, also Sprechen, Hören, das Verstehen und Verfassen von Texten, bearbeitet. Auf Wunsch kann auch unterrichtsbegleitend gearbeitet werden, z.B. zur Vertiefung des Unterrichtsstoffes und/oder zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten. Außerdem sollen Bewerbungstrainingseinheiten die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen.
3.) Außerunterrichtliche Förderung für Jungen mit Migrationshintergrund (Stipendium) für die Schüler der Jahrgangsstufen 8/9 in Kooperation mit Bibis/Bildungswerk des Bielefelder Schulvereins
Das Projekt ,,Sprache und Sport“ nimmt sich der Jungen mit Migrationshintergrund an, denen es an Motivation fehlt, ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen und die sich besonders während ihrer Pubertät darin gefallen, Lehrern und Mitmenschen mit einem verstärkt fehlerhaften Sprachgebrauch (Zweiwortsätze und gänzlich ohne Präpositionen) zu begegnen. Das Erlernen prestigeträchtiger Sportarten wie z.B. Breakdance oder Kickboxen wird hier an die Bereitschaft geknüpft, sich intensiv mit der deutschen Sprache zu beschäftigen. Zielgruppe sind Schüler der Klassen 8 und 9, die sich an der Schule um ein Stipendium zur Teilnahme bewerben. Die Maßnahme wird in drei Unterrichtsstunden pro Woche durchgeführt. Der Unterricht wird weitgehend im Teamteaching ausschließlich von männlichen Lehrkräften erteilt. Der Sprachlehrer fungiert als Maßnahmeleiter, die sportlichen Anteile werden von verschiedenen Trainern übernommen. Die Bereiche Sport und Sprache werden hier miteinander verzahnt, indem der Sprachunterricht den Wortschatz aus Sport, Fitness und Gesundheit behandelt. Protokolle, Berichte, Referate und Spielanweisungen werden schriftlich ausgearbeitet. Die dazu notwendigen Strukturen in der Syntax, Orthographie, Interpunktion etc. kommen als Transferleistungen den allgemeinsprachlichen Kompetenzen zugute. Die Schüler lernen projektorientiert zu arbeiten, indem sie die Gestaltung von Einladungen und Sportwettkämpfen etc. übernehmen. Gleichzeitig werden wichtige Schlüsselkompetenzen wie Team-, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit erworben, die für die zukünftige Berufstätigkeit ebenso eminent wichtig sind wie die Beherrschung der deutschen Sprache.
4.) Schule-Wirtschaft-Kooperation: Seit dem 14.04.2005 besteht die Kooperation der Luisenschule mit dem Partnerunternehmen Ewald Euscher durch die Vermittlung der IHK offiziell mit dem Ziel der Verzahnung von Theorie und Praxis bei der Berufswahlvorbereitung und bei Wirtschaftsunternehmen im Unterricht. Halbjährlich trifft sich ein fester Arbeitskreis, der aus Vertretern von Schule und Unternehmen besteht. Neben der alljährlichen Bereitstellung mehrerer Praktikumsplätze zu Beginn der Klasse 8 profitiert die Berufswahlvorbereitung an der Luisenschule in nachfolgender Weise von der bestehenden Partnerschaft: Alle Neuntklässler trainieren ihre zukünftige Bewerbung in Form einer Bewerbungssimulation. Nachdem alle Schülerinnen und Schüler Rückmeldung des Personalchefs der Firma Ewald Euscher zu ihren Bewerbungsunterlagen erhalten haben, werden einige der besten Bewerber ausgewählt und zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Dieses wird aufgezeichnet und die Auswertung erfolgt innerhalb der jeweiligen Klasse.